Der Hauptort des Montafons liegt in einer großen Talbuchtung umgeben von den Bergen des Verwalls und Rätikons. Schruns hat ein vielseitiges touristisches Angebot. Hier ist auch die Endstation der Montafoner Bahn und Ausgangspunkt der Postbusse in die anderen Gemeinden des Montafons. „Eher ein kokettes Städtchen als ein Dorf, der erste Ort Vorarlbergs, der zur Sommerfrische größeren Stils geworden ist, überhaupt die besuchteste Fremdenstation des Landes“ – so schrieb schon vor rund 100 Jahren der Schweizer Schriftsteller I.C. Heer. 1926 verbrachte der berühmte Schriftsteller und Nobelpreisträger Ernest Hemingway 3 Monate im Hotel Taube in Schruns. Seine Erlebnisse hat er in seiner Erzählung „Schnee auf dem Kilimandscharo“ verarbeitet.
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Schruns wurde 1928 zur Marktgemeinde erhoben. Ein gewichtiger Grund dazu war der weitum bekannte Schrunser Viehmarkt, zu dem damals tausende der berühmten Montafoner Braunviehrasse aufgetrieben wurden. Auf seine berühmte Viehzucht nimmt auch das Wappen der Marktgemeinde Bezug: der aufspringende Stier im goldblauen Schild, darunter die gekreuzten Schlüssel des alten Talschaftswappens.
Schruns ist 1804,47 ha groß und hat rund 3900 Einwohner. War es vor dem Zweiten Weltkrieg ein ländlicher Kurort, so hat es – zusammen mit dem Nachbarort Tschagguns – seit 1947 einen enormen touristischen Aufschwung genommen (Hochjochbahn, Modernisierung vieler Gaststätten, Sportanlagen, Wanderwegenetz, Aktivpark uvm.)
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Tschagguns liegt ungefähr in der Mitte des Montafon-Tales südlich der Ill. Die Gemeinde ist verkehrsmäßig abzweigend von Bludenz über eine Bundesstraße ganzjährig lawinensicher erschlossen. Die Gemeinde verfügt auch über einen Bahnanschluss. Die Montafonerbahn verkehrt als Anschluss an die Arlbergbahn der ÖBB zwischen Bludenz und Schruns. Aus touristischer Sicht ist Tschagguns sehr stark mit dem Nachbarort Schruns zusammengewachsen.
Das Gemeindegebiet von Tschagguns umfasst 57,68 km² und hat rund 2600 Einwohner. Das Siedlungsgebiet ist sehr weitläufig, umfasst mehrere Außenparzellen und erstreckt sich über eine Meereshöhe von 650 m bis 1200 m. Die Pfarrkirche liegt 684 m hoch und die höchste Erhebung wird mit 2835 m auf der Drusenfluh erreicht.
Tschagguns liegt im Gebirgszug „Rätikon“, in den sich zwei größere Täler tief eingeschnitten haben, das Gauertal mit dem Rasafeibach (Lindauerhütte) und das Gampadelstal mit dem Gampadelsbach (Tilisunahütte). Das Gauertal ist durch einen der schönsten Talabschlüsse der Westalpen bekannt – seinen berühmten „3 Türmen“! Von den 5768 ha Fläche sind 58 Prozent Alpanteil mit 7 Alpen (Tilisuna, Spora, Latschätz, Golm, Alpila, Hora und Zanüel).
Tschagguns liegt auch an einem alten Säumerweg, der von Bludenz kommend ins hintere Montafon führte. Der „Gasthof Löwen“ in Tschagguns, der die Jahreszahl 1500 trägt, war jedenfalls schon in dieser Zeit Umschlagplatz der Säumer. Heute laden die „alten“ Stuben zum gemütlichen, geselligen Beisammensein ein.
Das Wahrzeichen von Tschagguns ist die Wallfahrtskirche Maria Geburt aus dem 15 Jh. Das wundertätige Bild wird in einer Schrift aus dem Jahre 1757 als „von unerdenklichen Zeiten her ein Ziel frommer Wallfahrer“ bezeichnet, urkundlich schon 1338 nachweisbar.
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